Konzeption der Gemeinschaftsschule mit Oberstufe in Kellinghusen

Die Leitidee der Gemeinschaftsschule mit Oberstufe in Kellinghusen lautet:

Jede Schülerin und jeder Schüler hat ein Recht auf Erfolg!

Um diese Leitidee umzusetzen, bietet die Gemeinschaftsschule mit Oberstufe wohnortnah für Schülerinnen und Schüler aller Begabungen gemeinsamen Unterricht an.

Die Unterrichtsinhalte orientieren sich an den geltenden Bildungsstandards und an den Vereinbarungen über die Schularten im Sekundarbereich I und II.

Die Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe in Kellinghusen führt zum/zur

  • Förderschulabschluss
  • ersten allgemeinbildenden Abschluss – für leistungsstarke und anstrengungsbereite Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen sowie für Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf über eine Flexible Ausgangsphase
  • mittleren Bildungsabschluss
  • Fachhochschulreife, schulischer Teil
  • allgemeinen Hochschulreife (Abitur)


Die gymnasiale Oberstufe hat zurzeit drei Profile (Gesellschaftswissenschaftliches, Naturwissenschaftliches und Sportprofil) mit den Profilfächern:
Geschichte, Philosophie, Geographie, Sport und Biologie.

Die Konzeption der Gemeinschaftsschule mit Oberstufe wird in enger Kooperation aller beteiligten Partner vor Ort - Schulleitungsteam, Kollegium, verfasste Elternschaft, verfasste Schülerschaft, Schulträger, schulische und außerschulische Kooperationspartner - durch konsequente Evaluation weiterentwickelt.
Alle am Schulleben beteiligten Menschen legen Wert auf respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander. Deshalb wird an der Gemeinschaftsschule mit Oberstufe in Kellinghusen besonderer Wert auf die Förderung der sozialen Kompetenzen gelegt.

Die wichtigsten Eckpunkte der Gemeinschaftsschule mit Oberstufe in Kellinghusen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Individuelles Fördern und Fordern für jede Schülerin und jeden Schüler in allen Klassenstufen
  • Gemeinsamer Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderungen
  • Enge Kooperation und gemeinsames Lernen in den Jahrgangsstufen 5 bis 9/10.
    Auch in der Oberstufe (11-13) wird inklusiv unterrichtet.
  • gemeinsame Berufsorientierungsphase.


Ziel der engen Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinschaftsschule mit Oberstufe ist der größtmögliche Schulerfolg für jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler. Hierzu ist die Arbeit der Schule konsequent an den Bildungsstandards ausgerichtet. Grundlage der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule ist eine hohe Flexibilität der Unterrichtsangebote während der gesamten Sekundarstufe I sowie eine kontinuierliche individuelle Beratung über die Schullaufbahn.

Innerhalb der Gemeinschaftsschule mit Oberstufe sollen alle Schülerinnen und Schüler den höchsten Bildungsabschluss erreichen, der ihnen mit intensiver Förderung, kontinuierlicher Anforderung und eigenem Engagement möglich ist. Hierzu orientiert sich jede Schülerin und jeder Schüler fachbezogen und fächerübergreifend unter anderem an Kompetenzrastern und dokumentiert seine Lernfortschritte in Portfolios. Hinzu kommen für einige Schülerinnen und Schüler Förderpläne, die in enger Kooperation mit dem Förderzentrum erstellt, umgesetzt und evaluiert werden.

Kompetenzraster, Portfolios und individuelle Lern- beziehungsweise Förderpläne bilden die Grundlage für die Zeugnisse und Kompetenztabellen der Schülerinnen und Schüler gemäß der Landesverordnung für die Gemeinschaftsschule. Die Zeugnisse fassen zum jeweiligen Schulhalbjahresende zusammen, welche kontinuierlichen Lernfortschritte der einzelne Schüler und die einzelne Schülerin während der Schulwochen gemacht haben. Zu den Notenzeugnissen werden weiterhin ergänzende Kompetenzbeurteilungen für jedes Fach gegeben.
Um das gesamte Begabungsspektrum aller Schülerinnen und Schüler nutzen zu können, wird in den Klassenstufen 5 und 6 ein Propädeutikum zur Entwicklung der Lernkompetenzen sowie in allen Jahrgangsstufen ein integriertes Methodentraining angeboten.

Hierzu gehören Aspekte wie

  • Verantwortung für den eigenen Lernprozess übernehmen
  • andere und anderes akzeptieren
  • Kernprobleme erfassen und vernetztes Denken einüben
  • Schlüsselqualifikationen erwerben und Grundkenntnisse sichern
  • grundlegende Fachmethoden kennen lernen
  • Lerntechniken trainieren
  • Planungskompetenz erlernen sowie
  • Präsentationstechniken ausprobieren.


Die Klassen- und zugehörigen Nebenräume werden hierfür als Lernwerkstätten strukturiert, um soviel selbstorganisiertes Lernen wie möglich zu gewährleisten. Hierzu ist ein intensives Engagement des Schulträgers gegeben und auch für die zukünftige Arbeit zugesichert.

Das Lernen in Klassenverbänden bleibt an der Gemeinschaftsschule mit Oberstufe in Kellinghusen weiterhin entscheidend, da neben der Vermittlung von Sach-, Methoden- und Medienkompetenzen der Förderung von Sozial- und Selbstkompetenzen entscheidende Bedeutung beigemessen wird. Hierzu gehören Kompetenzbereiche wie

  • in schulischen Gremien mitarbeiten und das Schulleben mitgestalten
  • Konflikte gewaltfrei lösen
  • eigene Interessen und Wünsche mit denen anderer in Einklang bringen
  • sich Ziele setzen und sie erreichen
  • Durchhaltevermögen erwerben
  • Berufsentscheidungen fällen
  • Lebenseinstellungen gewinnen und bei der Lebensplanung einbeziehen.


Weiterhin steht die persönliche Beziehung zwischen Lernenden und Lehrenden als das markanteste Merkmal für einen erfolgreichen Lernprozess im Mittelpunkt des Unterrichtes. Hierzu wird das Klassenlehrerprinzip konsequent umgesetzt. Die Lehrteams arbeiten in allen Jahrgangsstufen eng zusammen.


Die Gemeinschaftsschule mit Oberstufe kann sich ein spezielles, von der Schulkonferenz festgelegtes Profil geben, welches sich dann zum Beispiel in Angeboten von Wahlpflichtkursen und Arbeitsgemeinschaften widerspiegelt. Entscheidend für die Arbeit der Gemeinschaftsschule mit Oberstufe ist die enge Kooperation mit allen Schulen des Einzugsbereiches, insbesondere mit dem regionalen Förderzentrum für den Förderschwerpunkt "Lernen".

An der Gemeinschaftsschule mit Oberstufe in Kellinghusen arbeiten zusammen:

  • Lehrkräfte mit der Lehrbefähigung für das Lehramt an
    Grund- und Hauptschulen
    Realschulen
    Gymnasien
    Berufsschulen
  • Förderschullehrkräfte
  • Schulsozialarbeiterinnen
  • nichtpädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (FSJ, BuFdi, SystAdm)


Die Schule wird von einem Schulleiter, seiner Stellvertreterin, drei Koordinatoren, einem Oberstufenleiter, einem Assistenten für die Sekundarstufe I, einem Assistenten für Sek II und einem Assistenten für Stundenplanung geleitet.

Im Anhang zu dieser Konzeption der Gemeinschaftsschule mit Oberstufe in Kellinghusen folgen einige inhaltliche Füllungen, die in der nächsten Zeit kontinuierlich weiter ausgestaltet werden.

Der Unterricht beginnt für die Schülerinnen und Schüler in der Klassenstufe 5 mit

  • einer Orientierung in der neuen Umgebung
  • individueller Lernstandserhebung in allen Fächern und Fachbereichen
  • integriertem Methodentraining
  • Umgang mit Stundenplan
  • Packen der Schultasche
  • Führen von Ordnern
  • Trainieren offener Lernformen
  • Lernen an Stationen
  • Wochenplanarbeit in Weiterführung der Arbeit der Grundschulen
  • Arbeiten an Lerntheken
  • Selbstgesteuertes Lernen in der Lernwerkstatt, auch mit Kompetenzrastern
  • Prävention „ Gemeinsam Klasse sein“.


Das Schulprofil umfasst bisher die Bereiche Bildung, Pädagogik, Schulleben und Netzwerkarbeit. Diese werden im folgenden durch eine kurze Aufzählung mit Inhalt gefüllt:

1. Bildung

  • Schüler- und Leistungsorientierung
  • Methoden – und Sozialtraining
  • Selbstgesteuertes Lernen
  • Fächer- und jahrgangsübergreifende Schulprojekte
  • Offene Unterrichtsformen
  • Klassenlehrerstunden zur Förderung der Sozialkompetenz
  • Umfangreicher Wahlpflichtbereich
  • Einheitliche Lern- und Sozialverhaltenskriterien
  • Vereinbarte Beurteilungskriterien
  • Talentwettbewerbe

 

2. Pädagogik

Netzwerk Schule-Eltern-Schüler-Institutionen

  • Zusammenarbeit mit den Schulsozialarbeiterinnen
  • Trainingsraum „Pädagogische Insel“
  • Streitschlichterinnen und Streitschlichter, Schülermediatorinnen und –mediatoren
  • Präventionsarbeit (Rechtsradikalismus, Gewalt, Drogen, Mobbing)
  • Arbeit mit Lern- und Förderplänen

3. Schulleben

  • nachmittägliche Arbeitsgemeinschaften
  • Aktive Pause
  • Teilnahme an Sportturnieren
  • Klassen- und Schulfahrten
  • Theateraufführungen und Theater- oder Musicalbesuche
  • Projekttage und der „Präsentationstag“
  • Schüler helfen Leben
  • Teilnahme an vielfältigen Wettbewerben wie Vorlese- und Literaturwettbewerb, Wettbewerb Schule-Wirtschaft-Arbeitsleben
  • „Zeitung in der Schule“ – ZiSch
  • Lesenächte
  • feierliche Zeugnisübergabe in der Schule und festlicher Abschlussball
  • Berufsmesse


4. Netzwerkarbeit

    • Kooperationsvertrag mit Schleswig-Holstein Netz AG
    • Netzwerk Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage
    • MINT Netzwerk
    • regionale Wirtschaftsunternehmen (Praktika)
    • Agentur für Arbeit (Berufsberatung)
    • Jugendaufbauwerk (Potenzialanalysen, Flexible Ausgangsphase)
    • Förderzentrum (Integration, Prävention, gestaltete Übergänge, unterschiedliche Förderschwerpunkte)
    • Polizei (Prävention im Team)
    • Jugendamt
    • Gesundheitsamt (Drogenprävention)
    • Stadtjugendpflege (Seminare zur Mitbestimmung)
    • Kinderärzte (ADS-Fortbildung)
    • Vereine (Arbeitsgemeinschaften)
    • Theater Itzehoe, ADAC und Sparkasse.   

Die Leitsätze der Schule lauten:

Leitsatz 1: Jedes Kind hat ein Recht auf Erfolg!

Wir möchten die Entwicklung der individuellen Form von Tüchtigkeit der Schülerinnen und Schüler fördern, um den Kindern und Jugendlichen ein positives Selbstkonzept, Selbstachtung und Selbstvertrauen zu ermöglichen.
Denn die Kinder und Jugendlichen haben ein Recht auf Erfolg und Lernversagen muss vermieden werden. Dafür ist es erforderlich, dass Kinder und Jugendliche mit speziellen Bedürfnissen (besondere Begabungen, Legasthenie, Dyskalkulie, ADS) Hilfe und Unterstützung erwarten dürfen, dass aber auch gegebenenfalls der Lernerfolg der Mehrheit Vorrang vor Lernstörungen Einzelner hat.
Wir wollen die Wirksamkeit von Unterricht und Schule verbessern und deshalb unsere Lehr- und Lernkultur reflektieren und optimieren, indem die Fachschaften zur Sicherung und Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität durch die Fachleiterkonferenz in das Zentrum der Arbeit gelegt wird.
Unseren Schülern sollen Schulversagen und Klassenwiederholungen erspart bleiben, damit alle Schülerinnen und Schüler, die unsere Schule verlassen, mit einem möglichst qualifizierten Abschluss solide ins Leben starten können.

Leitsatz 2: Start ins Leben

Alle am Schulleben Beteiligten legen Wert auf respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander. Darüber hinaus wollen Lehrkräfte und Eltern den Schülerinnen und Schülern günstige Ausgangsbedingungen schaffen.

Leitsatz 3: Fit für Leistung und Beruf

Am Ende ihrer Schulzeit sollen unsere Schülerinnen und Schüler berufsfähig sein. Zur Berufsfähigkeit gehören der Erwerb von grundlegenden Fertigkeiten wie Lesen, Schreiben, Rechnen, Allgemeinbildung und digitale Bildung. Werte wie Pünktlichkeit, Ausdauer, Verlässlichkeit, Höflichkeit und die Bereitschaft zur Leistung sind ebenfalls Bestandteil unserer Unterrichts- und Erziehungsarbeit.

Für die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen existiert ein Schulcurriculum der Klassenstufen 5 –10. Es umfasst die Bereiche:


1. Kommunikation

  • Verständigungsbereitschaft herstellen- Kommunikationskompetenz fördern

2. Gewaltprävention

  • Konfliktfähigkeit schulen
  • Zusammenarbeit Eltern/Lehrer/Institutionen

3. Arbeit in Projekten

  • Selbstständige Projektplanung
  • Entwicklung von Lösungsstrategien
  • Eigene Informationsbeschaffung
  • Präsentationsformen anwenden

4. Neue Medien

  • Lernprogramme und digitale Bildung
  • Internet als Informations-/Kommunikationsmittel einsetzen
  • Präsentationsmedien nutzen

5. Teamfähigkeit

  • Selbstständigkeit
  • Eigenverantwortung
  • Handlungsverantwortung

6. Berufsorientierung

Klasse 7: Werkstatt-Tage

Klasse 8: Blockpraktikum, Berufswahlpass und Eignungsanalyse, Beginn der flexiblen Übergangsphase (Flex - Klassen),
praktisch ausgerichtete Wahlpflichtkurse einschließlich WPU Berufsvorbereitung und Berufsfindung

Klasse 9: Blockpraktikum, Schuljahr begleitendes Tagespraktikum, Bewerbungstraining durch externe Anbieter, schulinterne Berufsberatung

Klasse 10: qualifizierter Abschluss, Karriere mit Lehre, Blockpraktikum, Schuljahr begleitende Tagespraktika, nternetgestützte Bewerbungen, Unterrichtsfach Berufsvorbereitung, AG zur Vermeidung von, Ausbildungsabbrüchen

12. Jahrgang: Wirtschaftspraktikum

7. Besonderheiten der Schulausgangsphase

  • Lehrerbetriebspraktika
  • Aufbau von Schülerfirmen
  • Wirtschaft in der Schule


Ansprechpartner:
Gerd Christian Thielmann, Danziger Str.40, 25548 Kellinghusen, 04822-376710