Ausbildungskonzept

1. Allgemeine Vorbemerkungen


Die Ausbildung der LiV ist im Allgemeinen geregelt durch die OVP (Ausbildungs- und Prüfungsordnung Lehrkräfte II – APO Lehrkräfte II) vom 24. Juni 2011 und die allgemeinen Ausbildungsstandards des IQSH. Seit dem 01.02.2016 gilt die APVO Lehrkräfte vom 09.12.2015. Die Übergangsbestimmungen sind im § 33 beschrieben.


Das vorliegende Ausbildungskonzept regelt in Ergänzung der OVP/APVO die Ausbildung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst( LiV) an der GmSmO Kellinghusen. Es bildet für die LiV und für die Schule die verbindliche Grundlage der Ausbildung.


Die Dienstbezeichnungen werden in §2 der APVO geregelt:


LiV für das Lehramt an Gymnasien und Gemeinschaftsschule (Sekundarschullehramt): Referendar/ Referendarin für das Lehramt an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen


LiV für das Lehramt an Sekundarschulen mit dem Schwerpunkt Sekundarstufe I: Anwärterin/ Anwärter für das Lehramt an Sekundarschulen mit dem Schwerpunkt Sekundarstufe I ( entsprechendes gilt für Lehramt an Grundschulen und Sonderpädagogik).


2. Ausbildungsbeginn


Die Einstellung erfolgt durch den Schulleiter. Die LiV wird von den Mentoren der Schule in den Dienst eingewiesen.


Die LiV erhält ein Handbuch mit wesentlichen Informationen über die Schule.


Die LiV nimmt an der vorbereitenden Dienstversammlung teil.


Die LiV beginnt am ersten Schultag mit ihrem eigenverantwortlichen Unterricht nach Plan.


Die Ausbildungslehrer beraten die LiV in den ersten Schultagen intensiv über Inhalt und Methoden des Fachunterrichtes und Organisationsabläufe an der Schule.


Die stellvertretende Schulleitung organisiert in Absprache mit der LiV den unterrichtlichen Einsatz (Stundenplan) nach der Vorgabe der OVP/AVPO.


3. Eigenverantwortlicher Unterricht und Hospitationen der LiV


Die Ausbildung beinhaltet ca. 14 Wochenstunden Ausbildungsunterricht. Dieser gliedert sich in durchschnittlich zehn Stunden eigenverantwortlichen Unterricht und vier Stunden Unterricht unter Anleitung und Hospitationen. (APVO §7 Abs. 5 Satz1)


Im Portfolio dokumentiert die LiV in Halbjahresberichten ihre Ausbildung. Das Portfolio wird Grundlage der Prüfung sein.


Am Anfang des ersten Semesters erstellt die LiV Halbjahresplanungen für ihren eigenverantwortlichen Unterricht gemeinsam mit ihren Ausbildungslehrkräften. Sie erhält dabei Unterstützung von parallel arbeitenden Kollegen aus der Fachschaft. Die Halbjahresplanungen werden in den folgenden Semestern zunehmend selbstständig erarbeitet und mit den Ausbildungslehrern besprochen.


4. Ausbildungslehrkräfte


Die Rechte und Pflichten der Ausbildungslehrkraft sind in der OVP § 9/ APVO § 7 benannt.


Die Ausbildungslehrkraft hospitiert den eigenverantwortlichen Unterricht der LiV in der Regel wöchentlich. Die Schule schafft die stundenplantechnischen Voraussetzungen für diese Hospitationen(vgl.2). Die Ausbildungslehrkraft lässt sich für ihre wöchentliche Hospitation eine Verlaufsskizze von der LiV vorlegen, in der die Hauptintention der Stunde genannt wird.


Die Ausbildungslehrkräfte dokumentieren die Fortschritte der LiV. Nach Bedarf finden Beratungsgespräche (vgl. 5) zwischen dem Schulleiter, den beiden Ausbildungslehrkräften und den LiV über den Leistungsstand der LiV hinsichtlich der Ausbildungsstandards statt. Die LiV dokumentiert ihre Lernfortschritte im Portfolio.


5. Orientierungsgespräche


Das einführende Orientierungsgespräch wird in der ersten/zweiten Unterrichtswoche zwischen der LiV und der Ausbildungslehrkraft geführt.


Die halbjährlich folgenden Orientierungsgespräche werden ebenfalls von der Ausbildungslehrkraft mit der LiV geführt.
Die Orientierungsgespräche werden auf der Grundlage der Ausbildungsstandards geführt und dienen nicht der dienstlichen Beurteilung, sondern der Beratung.

 

6. Schulleiterhospitation


Der Schulleiter nimmt an den Beratungsbesuchen durch die Studienleiter teil. Der Schulleiter erhält wie der Studienleiter den schriftlichen Unterrichtsentwurf vor dem Besuch.
Im Anschluss an die Unterrichtsstunde nimmt der Schulleiter an dem Beratungsgespräch teil.


7. Stundenplanfenster für Ausbildungszwecke


Der Schulleiter ist für die LiV in jedem Fall zugänglich. Es bedarf keines formalisierten Verfahrens der Gesprächsanmeldung.


8. Aufgaben der LiV an der Schule


Im Verlauf der Ausbildung muss eigenverantwortlicher Unterricht oder Unterricht unter Anleitung entsprechend des Lehramtes in der Sekundartstufe I und oder in der Sekundarstufe II erteilt werde (Dokumentation im Portfolio).


Die LiV sollte während ihrer Ausbildung mindestens einen Schulausflug begleiten. Ebenfalls sollte ein Schulausflug in Absprache mit einem Klassenlehrer selbstständig geplant, durchgeführt und ausgewertet werden.


Die Teilnahme an einer Klassenfahrt ist wünschenswert und wird von der Schule versucht zu ermöglichen.


Die Schule erwartet eine aktive Teilnahme der LiV an der Arbeit der Fachschaften. Die Fachschaften unterstützen die LiV in ihrer fachlichen Arbeit.


Die konstruktive Zusammenarbeit mit Eltern gehört zu den Aufgaben der LiV an der Schule. Der Besuch von Elternabenden ist in diesem Zusammenhang selbstverständlich.


Das außerunterrichtliche Leben der GmSmO Kellinghusen ist rege. Eine interessierte Teilnahme daran ist wünschenswert.


Um an der Schulentwicklung beteiligt zu sein und in die Teamstrukturen des Kollegiums eingebunden zu werden, ist die Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe/einem Ausschuss der Schule verbindlich (siehe Ausbildungsstandards).


Kellinghusen, den 01.02.2016 Thielmann, OStD