Theaterarbeit an unserer Schule

Seit der ersten Aufführung unserer Eigenproduktion "Alice - Das Musical" im Jahre 2011 hat sich neben der schon lange bestehenden Theaterarbeit das Projekt "Musical" kontinuierlich weiterentwickelt. 2012/13 kam unsere zweite Produktion "Schlimmes Ende" zur Aufführung und 2014/15 haben wir "Alice" ein zweites Mal auf den Spielplan gesetzt. Parallel dazu entstand die CD "Alice -Das Musical" mit den von Anya Haack und Erk Böteführ geschriebenen Songs der Originalaufführung sowie einigen weiteren Liedern, die erst im Zuge der Wiederaufnahme entstanden sind. Zum Ende des Schuljahres 2016/17 haben wir mit "Ach du Shreck" Die Schöne ist ein Biest!" unser drittes Musicalprojekt erfolgreich auf die Bühne gebracht. Mit jeder Aufführungssequenz kamen weitere technische, darstellerische und musikalische Elemente dazu, und wir haben alle viel gelernt.

Mit Beginn des Schuljahres 2017/18 haben wir damit begonnen, auch die Shrek-Lieder mit den Darstellerinnen und Darstellern im Studio aufzunehmen. 

In den Jahren zwischen den Musicalaufführungen haben wir Theaterstücke auf die Bühne gebracht, seit 2012 grundsätzlich nur noch Eigenproduktionen. Im letzten Jahr entstand mit "Es ist nie zu spät" erstmalig ein Theaterstück komplett in Schülerverantwortung unter der Leitung der Oberstufenschüler Jan Torben Schunck und Jan Pfeiffer.

Die lebendige Theaterszene an unserer Schule zeigt sich jedoch auch in zahlreichen weiteren - größeren und kleineren - Produktionen und Aktionen. So sind aus dem Deutschunterricht der Oberstufe bereits zwei sehr erfolgreiche literarische Abende hervorgegangen.

Am Präsentationstag 2016 sorgte eine Aktion des 8. Jahrgangs (WPU Darstellen & Gestalten) für Aufruhr: Im Keller der GMSmO eröffnete ein Dungeon augenzwinkernde Einblicke in die "dunkle Vergangenheit unserer Schule". Das Gruselkabinett erfreute sich außerordentlicher Beliebtheit bei Jung & Alt, die Besucher nahmen bis zu zwei Stunden Wartezeit in Kauf.

Im Schuljahr 2016/17 gab es neben dem Musical noch weitere Aktivitäten: Nach mehreren Poetry-Slams in den vergangenen Jahren haben wir am 23.06.2017 erstmalig eine Theatersportveranstaltung durchgeführt, in der sich die Theaterkurse des 9. und 12. Jahrgangs einen heißen und sehr unterhaltsamen Improvisationswettkampf lieferten. Engagiert und ernsthaft präsentierte sich der DSP-Kurs des 11. Jahrgangs am 19.07.2017 während der SOR-Tage mit seiner Inszenierung "Mach doch mal die Augen auf!", einer Szenencollage zum Thema "Gewalt".

Weitere Informationen zu den einzelnen Projekten gibt es hier

 

 

Vor und hinter den Kulissen

Was ist nötig, wenn man ein Musical wie dieses an einer Schule wie dieser auf die Bühne bringen will?

Nun, zunächst einmal: Man muss verrückt sein wie ein Oger, mutig wie ein gestiefelter Kater und optimistisch wie ein Esel. Und man darf damit auf keinen Fall allein sein!

Visionen muss man haben,  Nerven wie Drahtseile, viel Frustrationstoleranz und tonnenweise Gummitierchen und Kekse. Wert auf freie Wochenenden sollte man nicht legen. Man muss liebe Menschen und gute Freunde um sich haben, die bereit sind, ihr Können und ihre Erfahrung, ihre Kreativität, ihre Freizeit und ihr technisches Equipment in den Dienst der Sache zu stellen, die einem Mut machen, wenn es mal nicht weitergeht, und die in scheinbar ausweglosen Situationen noch eine Lösung oder einen Tipp parat haben, der das Projekt rettet. Ohne sie wäre dies alles nicht möglich gewesen!

Vor allem aber braucht es Schülerinnen und Schüler wie unsere, die sich von Anfang an mit enormer Energie auf diese Aufgabe gestürzt haben und sich bis heute ihre Begeisterung und Schaffensfreude erhalten haben. Einige von ihnen engagieren sich bereits seit Jahren für die Theaterarbeit unserer Schule und sind im Laufe dieses Projekts über sich selbst hinausgewachsen. Das waren ja nicht nur die Schauspieler und Sänger, sondern das waren vor allem auch sehr viele, die teilweise gar nicht auf der Bühne zu sehen sind, die aber seit fast einem Jahr damit beschäftigt sind, Regieaufgaben zu übernehmen, Choreographien zu entwickeln und an die Tänzer weiterzugeben, Kostüme zu nähen, Masken zu entwerfen, Licht und Ton abzustimmen und Kulissen zu gestalten.

Die meisten von ihnen haben nicht einmal einen entsprechenden Kurs gewählt und bekommen keine Schulnoten, sondern bestenfalls einen AG-Vermerk für die Arbeit, die sie hier leisten. Manche waren von den ersten Besprechungen bis zur letzten Probe immer dabei, haben auf Sportwettkämpfe, Klassenausflüge, Geburtstagsfeiern und Ferientage verzichtet.

Sie alle haben mit Sicherheit gar nicht groß darüber nachgedacht, dass das ja eine schulische Veranstaltung ist, sie haben es zu ihrer Veranstaltung und zu ihrer Sache gemacht.

Christine Böteführ
Fachbereich Darstellen & Gestalten